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20 Tipps fürs Fliegen mit Kindern

Ferienzeit ist Reisezeit! Der erste Flug als Familie bereitet vielen Eltern im Vorfeld des Urlaubs Kopfzerbrechen. Ein schreiendes Baby in 10.000 Meter Höhe, genervte Mitreisende und ähnlich viel Platz wie in einer Sardinenbüchse – viele nehmen da lieber gleich das Auto. Damit ihr nicht 18 Jahre auf die nächste Fernreise warten müsst, gibt es hier 20 Tipps für entspanntes Reisen mit Kindern.

Fliegen mit Baby

1. Kinderwagen, Buggy, Babybett und Co. dürfen meistens kostenlos mitgenommen werden. Bei manchen Airlines allerdings kann es vorkommen, dass maximal zwei Gegenstände ohne zusätzliche Kosten aufgegeben werden dürfen
2. Druckausgleich. Schnuller, Stillen oder Nuckeln helfen den kleinsten bei Druck auf den Ohren. In den ersten Lebensmonaten atmen Babys durch die Nase, für den Notfall solltet ihr deshalb abschwellende Nasentropfen dabei haben, die Ohrenschmerzen vorbeugen.
3. Am besten mit Kindersitz. Ohne eigenen Sitz müssen Babys mit dem speziellen Schlaufengurt auf eurem Schoß angeschnallt werden, der jedoch durch sein Verletzungsrisiko bei Crashs als nicht sicher gilt. Besser, wenn auch teurer: eigener Sitzplatz mit Autositz, der auch für die Luftfahrt geeignet ist. Erkennbar ist dieser am TÜV-Siegel „For use in aircraft“. Fliegt ihr über mehrere Teilstrecken, stellt unbedingt sicher, dass die Nutzung des Kindersitzes auf allen Flugabschnitten erlaubt ist. Für Kinder im Alter zwischen einem und vier Jahren ist das Kinderrückhaltesystem namens CARES (über Amazon) ist ebenfalls eine bessere Alternative als der Schlaufengurt. Der Gurt verteilt Druck auf den gesamten Oberkörper des Kindes, sodass bei abruptem Stops keine Quetschgefahr besteht.
4. Sitzreservierung! Habt ihr keinen eigenen Sitz gebucht, könnt ihr versuchen, in einer Dreierreihe Fenster und Gangplatz zu buchen. Die wenigsten Menschen wählen den Mittelplatz, wenn sie die Wahl haben. Mit etwas Glück und wenn der Flieger nicht ausgebucht ist, gewinnt ihr auf diese Weise einen kostenlosen Sitz zwischen euch und habt mehr Platz zur Verfügung
5.Trinken, trinken. Um die trockene Kabinenluft auszugleichen sollten Babys an Bord viel trinken. Fragt nach abgefülltem Flaschenwasser, das aus der Flugzeugküche wird meist nicht ausreichend erhitzt und deshalb für die Zubereitung von Brei oder Fläschchen ungeeignet. Zu viel zu füttern solltet ihr jedoch vermeiden, da ein aufgeblähter Bauch bei eurem Baby zu Schmerzen und Weinen führen könnte.

Fliegen mit Kleinkind

Vor der Reise

6. Reisefieber. Die Reise für die Kleinen als spannende und aufregende Aktivität zu gestalten, macht den Trip weniger stressig. Ein eigenes, kleines Gepäckstück selbstständig mit Lieblingsspielzeug packen zu dürfen, steigert bei Kindern die Vorfreude.
7. Recherchieren. Informiert euch im Vorfeld über Spielplätze, Parks, Zoos, Museen etc. in der Nähe des Ferienorts und vielleicht auch gleich, wie ihr am besten von eurer Unterkunft dorthin gelangt. Regenwetter? Habt ein paar Adressen für Indoor-Alternativen parat, dann kann nichts schief gehen. Flüge buchen
8. Non-Stop oder Stop-Over? Unentschieden. Bei Non-Stop Flügen ist man schneller am Ziel und riskiert keine verpassten Anschlussflüge oder das mehrmalige Einchecken von Gepäck. Bei sehr langen Fernreisen können Übernachtungen auf dem Weg zu Endziel die Gelegenheit zum Ausruhen (Eltern) oder Austoben (Kinder) bieten.
9. Sitzauswahl. Fensterplatz oder Gangplatz? Bei Kindern mit hohem Bewegungsdrang ist ein Gangplatz sinnvoll, damit sie auf und ab laufen können. Andere haben mehr Freude daran Bücher zu lesen, zu malen oder mit euch aus dem Fenster zu schauen. Unbekannte Sitznachbarn am Fensterplatz könnten sie beim Aufstehen aufwecken. Vielleicht wollt ihr lieber die „Aufwecker“ sein? Schlagfertigen Spruch für Meckertanten zurecht legen…
10. Vermeidet den hinteren Flugzeugteil. Aufgrund der Toiletten gehen hier ständig Mitreisende ein und aus und die Crew bereitet dort Getränke und Essen vor, was Babys und Kleinkinder beim Schlafen stören kann. Riecht auch manchmal nicht allzu toll da.


Packen & Planen

11. Gepäck. Ihr wisst am besten, was ihr und eure Kids benötigen und was nicht. Hier dennoch einige Pack-Tipps: Bei Platzmangel im Koffer zieht in Erwägung nur ausreichend Windeln für den Reisetag einzustecken. Gerade bei langen Reisen nehmen diese sonst viel zu viel Platz im Koffer weg. Die ganze Welt benutzt Windeln, sodass ihr selbst in kleinen Städten und Urlaubsorten die namhaftesten Marken finden solltet.
12. Organizer. Mit einzelnen Packfächern und Gepäcksets könnt ihr übersichtlicher packen und wisst sofort, wo etwas ist. Profi-Reisende verwenden pro Person unterschiedliche Farben, sodass ihr nicht lange suchen müsst. Kindersachen sind klein – mit diesem Trick gehen sie inmitten des ganzen Kofferinhalts nicht verloren.
13. Proviant. Denkt gerade bei langen Flügen an Snacks und Milch, um nicht vom Essensangebot an Bord abhängig zu sein, wenn die Kinder es nicht mögen. Thermosflaschen eignen sich zum Kühlen von Babymilch, da Kühltaschen schnell das erlaubte Volumen geschlossener Behälter überschreiten und wenn man Pech hat am Gate zurückgelassen werden müssen.
14. Zeitzonen. Das leidige Thema Jetlag. Das Reisen in eine andere Zeitzone kann den Schlafrhythmus durcheinander bringen. Bei Babys und Kleinkindern noch stärker als bei Erwachsenen. Mit einer Ankunft spät am Nachmittag oder Abend kann man die Kleinen direkt zum Schlafen legen, da sie sowieso erschöpft von der Reise sind. Im besten Fall wachen sie auf und haben sich bereits an die neue Zeit am Urlaubsort gewöhnt. Daumen drücken!

Am Flughafen

15. Family Line. An manchen Flughäfen gibt es extra Check-In Schlangen für Familien, mit denen man den normalen Check-In umgeht. Fragt danach! Auch wenn es keine extra Schlange gibt, lotst das Bodenpersonal euch möglichweise an der Schlange vorbei, um die anderen Reisenden nicht aufzuhalten. Win win.
16. Um Hilfe fragen. Und zwar euer Kind. Je nach Alter macht es ihnen Spaß, Gepäck aufzugeben, Koffer zu ziehen oder ihr eigenes Gepäck durch den Sicherheitscheck zu geben. Will sich das Kind nicht von seinem Kuscheltier trennen, macht ein Spiel daraus. Das Screening finden die meisten Kleinen toll.

Während des Flugs

17. Ich sehe was, was du nicht siehst. Start, Landung, aber auch Sicherheitsbroschüren, Airline-Magazine und Duty Free Shopping Heftchen im Vordersitz bieten sich für dieses Spiel geradezu an.
18. Netflix and chill. Mal ehrlich, manchmal ist das Tablet die letzte Lösung, wenn die Laune zu kippen droht. Bei Netflix lassen sich Filme und Serien für den downloaden und im Offline-Modus ansehen. Spiele sind ebenso wirkungsvoll.
19. Brotzeit. Snacks sind nicht nur Mittel gegen Hunger, sondern auch Zeitvertreib, wenn sie sich nach Farbe und Form sortieren lassen, wie z.B. Fruchtgummi, Bonbons, Nüsse oder Obst.
20. Zzzzzz…Vom Hersteller Plane Pal gibt es ein aufblasbares Kissen, das zwischen den Sitz des Kindes und den Vordersitz passt und auf dem sich das Kind ausgestreckt hinlegen kann. Der Vertrieb in Europa läuft derzeit nur über eine einzige Website, auf der ihr mehr über das Kissen lesen könnt.

Habt ihr noch mehr Tipps? Verratet sie uns in den Kommentaren. Das Seed Blogger Team wünscht euch viel Spaß im Urlaub!