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Fit durch die Schwangerschaft

Sport ist ein wichtiges Thema für werdende Mütter und der Schlüssel für eine gesunde Schwangerschaft sowie eine schnelle Regeneration des Körpers nach der Geburt. Doch wie viel Training ist gesund? Ist eine zu große Anstrengung schlecht für das Ungeborene? Und welche Sportarten gilt es zu vermeiden? Zum Auftakt unserer neuen, mehrteiligen Serie, für die uns die Münchner Personal Trainerin und Fitness-Expertin Astrid Förster zur Seite steht, klären wir grundlegende Fragen zu Sport während der Schwangerschaft.

Spürt das heranwachsende Baby die Bewegungen, besteht für das Baby eine Gefahr, wenn ich mich anstrenge?
Grundsätzlich gilt: Wenn die werdende Mutter sich wohlfühlt und auf ihren Körper hört, fühlt sich auch das Baby wohl! Im Gegensatz zu früheren Meinungen, sind sich Mediziner, Sportwissenschaftler und Hebammen einig: Sport in Maßen während der Schwangerschaft wirkt sich sehr positiv auf die Schwangerschaft und die Geburt aus, bietet sogar viele Vorteile für die Schwangere, egal, ob sportlich trainiert oder eher untrainiert. So kann Frau mit regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft und gezielten Übungen den häufig auftretenden Problemen, wie Übelkeit, Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Rückenschmerzen entgegen wirken.

Darf ich meinen Sport ungehemmt weiter ausüben?
Wer vor der Schwangerschaft sehr sportlich unterwegs war, darf auch während der Schwangerschaft, seinen Sport “in Maßen“ fortführen. Alles was sich gut für die Mutter anfühlt, schadet auch dem heranwachsenden Fötus nicht. Schnelle Sprints oder Langstreckenläufe sollten vermieden werden, da man dort leicht in den aneroben Bereich gerät. Weitere Ausnahmen: Extrem-; Kampf-; oder Risikosportarten sollten wegen der Sturzgefahr vermieden werden, dazu zählen auch Ballsportarten, die auf körperlichen Kontakt beruhen!

Ich habe noch nie Sport getrieben, kann ich jetzt damit anfangen?
Für Sporteinsteiger sind moderate sportliche Betätigungen, wie Radfahren, Walken, Wandern oder Schwimmen kombiniert mit leichtem Gerätetraining, Qi Gong, Yoga und Pilates empfehlenswert. Letztere sind auch für Fortgeschrittene hervorragend geeignet und können eben gezielt gegen die häufig auftretenden Rückenschmerzen (gerade im unteren Lendenwirbelsäulenbereich) helfen. Zudem stärken sie die Balance und die Koordination der werdenden Mutter, damit ist eine bessere und schnellere Anpassung an die veränderte Körperform der Frau möglich.

Darf ich auch meine Bauchmuskeln wie gewohnt trainieren?
Generell gilt: Hier ist Vorsicht geboten ab dem zweiten Trimester! Keine geraden Bauchmuskeln mehr trainieren, vor allem nicht in der Flexion, bitte keine Sit-Ups mehr! Denn diese pressen den Unterleib zusammen und verkürzen so die Bauchdecke. Sanftes Bauchtraining ist erlaubt, dies gilt insbesondere für die schrägliegenden Bauchmuskeln und den Beckenboden. Eine Stärkung dieser Muskelgruppen hilft zur Stabilisierung des Beckens und gegen eventuell aufkommende Rückenschmerzen. Denn der Rücken wird ab dem zweiten Trimester besonders beansprucht durch den zunehmend wachsenden Bauch.

So gehts weiter: In Teil 2 stellen wir euch Übungen für das erste Schwangerschafts-Trimester vor. Vorbei schauen lohnt sich also!

Astrid Förster ist ursprünglich Betriebswirtin, folgte aber nach langer Erfahrung als Marketing und selbständige PR Beraterin ihrer Leidenschaft Sport und ist heute als Personal Trainerin, Ausbilderin und Autorin tätig. Sie lebt mit Ehemann, Sohn und Hund in München. Für unseren Blog Seed Life beantwortet sie Fragen zu Sport und Fitness. Mehr über Astrid Förster erfahrt ihr auf der Website www.astrid-foerster.com