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Kein Chili, kein Kaffee? Gesund essen in der Stillzeit

Überall verfügbar, perfekt temperiert und mit der idealen Zusammensetzung an Mineralien und Nährstoffen – für Babies hat die Natur mit Muttermilch einen echten Hit gelandet und das perfekte Nahrungsmittel geliefert. Aber wie sieht es in der Stillzeit mit der Ernährung der Mütter aus?

Das Wichtigste vorneweg: Stillende müssen keinen speziellen Ernährungsplan beachten, sollten aber auf einige bestimmte Dinge verzichten – damit keine Schadstoffe durch die Muttermilch zum Baby gelangen. Ein bunt gemischter Speiseplan mit möglichst vielen frischen Produkten versorgt das Baby beim Stillen optimal mit Nährstoffen. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Fisch und gelegentlich Fleisch… - die üblichen Verdächtigen gesunder Ernährung ergeben für Mutter und Kind die ideale Mischung.
Ernährt ihr euch ausgewogen und abwechslungsreich, sind Vitamintabletten und Nahrungsergänzungsmittel in der Regel nicht nötig. Nur etwas mehr als sonst sollte es idealerweise sein – Aber: Die rund 500 zusätzlichen Kcal pro Tag besser nicht in Form von Schokolade oder Kuchen zu sich nehmen.
Faustregel: Haltet ihr euer Gewicht oder sinkt es ganz allmählich, macht ihr alles richtig.

Doch ihr ernährt ja nicht nur euch, sondern auch euer Baby, was also sollt ihr beachten?

Reizen Obst und scharfe Gewürze die Babyhaut?
Hier heißt es Ausprobieren. Zitrusfrüchte, Chili, Curry und Co. könnt ihr zunächst in kleinen Mengen essen und beobachten, wie euer Baby darauf reagiert. Manche bekommen davon tatsächlich einen wunden Po, andere vertragen Fruchtsäuren und scharfes Essen ohne Probleme. Verzichtet bei einem Verdacht einfach einige Tage auf das bestimmte Lebensmittel und wartet ab, wie sich Babys Haut entwickelt.

Blähbauch durch Zwiebeln und Knoblauch?
Schluss mit lecker Linseneintopf? - Nein. Verträgt die Mutter Grünkohl, Hülsenfrüchte und Co. gut, dann tut das auch das Kind, also haut rein. Ein Ammenmärchen ist übrigens, dass Kohlensäure in Sprudelwasser und Softdrinks in die Muttermilch gelangen könnte. Auch Knoblauch macht dem Baby nichts auch. Es kennt die Geschmacksstoffe aus dem Fruchtwasser und erkennt sie wieder, sofern ihr das jeweilige Lebensmittel bereits während der Schwangerschaft verzehrt habt.

Wieder erlaubt: Rohes Fleisch und Rohmilchkäse
Camembert und Tatar sind in der Schwangerschaft tabu, jetzt können sie grundsätzlich wieder gegessen werden. Durch Bakterien übertragbare Infektionen gehen nicht durch die Muttermilch aufs Baby über. Vorsicht ist trotzdem sinnvoll, denn während eines Magen-Darm-Infekts stillen zu müssen, ist nichts, das man erlebt haben muss.

Ja, Seefisch schützt vor Allergien
Schon durch das Stillen an sich wird das Risiko für das Baby, an Allergien zu erkranken, drastisch gesenkt. Der Verzehr von fettreichem Fisch, wie Lachs oder Hering in der Stillzeit unterstützt die Vorbeugung gegen Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis. Dabei solltet ihr jedoch auf eine zertifizierte Bio-Herkunft des Fisches achten, denn gerade Seefisch ist durch Chemikalien im Meer oft mir Schadstoffen belastet. Kommt Fisch einmal in der Woche auf dem Tisch, genügt das.

Glück für Kaffeetanten
Für stillende Mütter, die seit der Geburt Nachschichten schieben, bekommt der Morgenkaffee nochmal einen ganz neuen Stellenwert. Gute Nachrichten: keine Stillende muss ihn sich verkneifen. Auch der Latte Macchiato mit den Freundinnen am Nachmittag ist okay. Da Koffein aber bei den Kleinen zu Unruhe führen kann, solltet ihr abends darauf verzichten und euch generell auf drei Tassen am Tag beschränken.

Hier nochmal im Überblick, auf was stillende Mamis bei ihrer Ernährung achten sollten. Dabei nicht vergessen: Ihr selbst wisst am besten, was euch und eurem Baby gut tut!