• Korea

Safe sonnen

Wir lieben den Sommer und die Sonne – unsere Haut nicht so. Vor allem Eltern stellt sich oft die Frage: Wie schützt man die noch sehr empfindliche Haut der Kleinen? Ist UV-Schutz zum Anziehen die Lösung? Seed bringt für euch Licht ins Dunkel und sagt euch, was es beim Kauf zu beachten gibt. Außerdem stellen wir euch drei Anbieter von UV-Kleidung für Kinder vor.

Das Problem: Im Gegensatz zu uns Erwachsenen haben Babys und Kleinkinder noch eine sehr empfindliche und dünne Haut. Vor allem in den ersten sechs Lebensjahren besitzt Kinderhaut nicht die gleichen Schutzmechanismen wie die der Erwachsenen. Beispielsweise die Funktion eine Lichtschwiele auszubilden, das heißt die Verdickung der Hornhaut (Hyperkeratose) als Reaktion bei UV-Strahlung, muss erst noch entwickelt werden. Auch die Eigenschaft schnell und ausreichend Pigmente (Melanin) zu bilden fehlt bei Kindern. Hinzu kommt, dass empfindliche Babyhaut nicht mit Sonnencreme in Berührung kommen soll.

Die Lösung könnte heißen: Kleidung mit UV-Schutz!

Doch so einfach ist es dann leider doch wieder nicht…

…denn oft wird in Tests festgestellt, dass UV-Kleidung nicht hält, was das Etikett verspricht. Stiftung Warentest zeichnete beispielsweise lediglich drei von zehn Textilien für Kinder mit einer sehr guten oder guten Note aus. Und auch bei einem Test von Ökotest schneidet gerade einmal ein T-Shirt von 15 getesteten mit der Note „gut“ ab.

Wieso ist das so? Oft wird die UV-Schutzkleidung von den Anbietern nur ungenau gekennzeichnet und gleichzeitig wissen die Verbraucher nicht auf welche Besonderheiten bei der Kennzeichnung zu achten ist.

Kurz gesagt: Es gibt es drei spezielle Standards für UV-Schutzkleidung.

1. Den Australisch-Neuseeländischen Standard

2. Den Europäischen Standard

3. Den UV-Standard 801

Alle drei Standards garantieren, dass nur noch wenige Bruchteile der UV-Strahlung durch die Kleidung dringen können. Ein sogenannter UPF (UV Protection Factor) von 40 gibt beispielsweise an, dass nur noch ein Vierzigstel der Strahlung durch die Textilien an die Haut gelangen kann. Jedoch werden die drei etablierten Standards unterschiedliche getestet. Während die beiden erst genannten nur angeben, welche Werte das ungetragene Neutextil zurückhält, werden Kleidungsstücke, die mit dem UV-Standard 801 gekennzeichnet sind, auch in nassem oder gedehntem Zustand getestet. Genau hier liegt der Knackpunkt, denn nur der UV-Standard 801 garantiert, dass Schutz auch beim beanspruchten Textil und unter realen Bedingungen besteht. Vor allem bei Kinderkleidung ist dies wichtig, denn beim Spielen und Buddeln spannt sich der Stoff am Körper und wird auch mal nass.


Wer also auf Nummer sicher gehen will, hält am besten nach diesem Prüfsiegel „UV-Standard 801“ Ausschau. Wenn ihr Sonnenschutzkleidung wählt, die nur nach einem der beiden anderen Standards geprüft worden ist, solltet ihr davon ausgehen, dass der Schutz vermutlich geringer ist als angegeben und euer Kind dementsprechend kürzer in der Sonne lassen.

Die Anbieter im Vergleich

Inzwischen gibt es zahlreiche Hersteller in sämtlichen Preiskategorien, die UV-Kleidung anbieten. Seed stellt Euch drei Anbieter von UV-Kleidung vor:

iQ-UV, ein 1994 in Hessen gegründetes Unternehmen, ist einer davon. Durch eine bestimmte Webtechnik des Stoffes und der Verwendung spezieller Garne entsteht ein rein physikalischer Sonnenschutz. Während Sonnencremes meistens nur mit einem LSF bis zu 50 im Handel erhältlich sind, soll die UV-Kleidung von iQ einen LSF von 300 haben. Die Produkte sind vom TÜV geprüft und nach dem UV Standard 801 zertifiziert.

Hier geht es zum Webshop.

Hyphen, ein 2001 gegründetes Unternehmen setzt sich bereits von Anfang an für das Thema UV-Schutzbekleidung ein. Mitte März präsentierten sie ihre neue Kollektion für Kinder und Babys auch online, denn UV-Schutz sollte nicht nur funktionell, sondern eben auch modisch sein. Die atmungsaktive und schnelltrocknende Schutzkleidung ist ebenfalls nach UV Standard 801 getestet und schnitt bei den oben genannten Test mit am besten ab.

Zum Webshop.

Jako-o ist ein Webshop, der verschiedene Anbieter von UV-Kleidung und unterschiedliche Marken (u.a. auch hyphen) im Portfolio hat. Wichtig ist jedoch auch diesem Anbieter bei der Produktion von Kinderkleidung auf die Balance zwischen Langlebigkeit, bester Funktion und fairen Preisen zu achten. Auch ein spezielles Nachhaltigkeitsdenken zeichnet Jako-o aus. So hat es sich der Anbieter selbst zum Ziel gemacht bis 2018 die Hälfte aller verkauften Textil-Artikel sollen Bluesign zertifiziert sein – eines der strengsten Nachhaltigkeitslabel der Textilindustrie.

Hier geht es zum Webshop.