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Organic Babykleidung

Organische Kleidung für Babys und Kinder ist schwer im Kommen. Doch was bedeutet Organic? Wir klären auf und stellen euch Hersteller und Shops vor, die nach Öko-Standards produzieren.

Während Lebensmittel in Bio-Qualität schon lange etabliert sind, ist auch im Bereich der Kleidung zunehmend ein neues Gesundheitsbewusstsein erkennbar. Naturgewonnene, möglichst wenig chemisch weiterverarbeitete Materialien und der Nachhaltigkeitsgedanke sprechen immer mehr Menschen, darunter viele Eltern an. Ein Grund dafür sind chemische Rückstände, die durch den Herstellungsprozesses in Kleidungsstücken zurück bleiben können.

Ein Großteil der produzierten Kleidungsstücke weltweit besteht aus Baumwolle. Diese ist eine der am meisten chemisch behandelten Kulturpflanzen der Welt. Während der Anbau von Baumwolle gerade einmal  3% der bewirtschafteten Nutzflächen weltweit ausmacht, entfallen 25% der verwendeten Insektizide und 10% der Pestizide darauf. In dem langen Prozess mit dem unbehandelte Baumwolle in Gewebe für Kleidung verwandelt wird, werden zudem dutzende Chemikalien verwendet, die in manchen Fällen in en zum Verkauf fertigen Textilien zurück bleiben können. Auf rein synthetische Kleidungzurückzugreifen ist aus ökologischer Sicht jedoch auch nicht optimal. Für ihre Herstellung werden Erdöl, Plastik und andere Substanzen verwendet, die in Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

Modelabels mit Öko-Anspruch verwenden deshalb Bio-Baumwolle und vermeiden in allen Produktionsschritten den Einsatz von Chemie. Da Bio-Baumwolle schonender verarbeitet wird, ist die Kleidung länger haltbar. Der bereits angesprochene Nachhaltigkeitsgedanke wird groß geschrieben: Es werden gezielt Rohstoffe aus fairem Handel eingesetzt und Produktionsstätten in ethisch ausgewählten Ländern eingerichtet. Auch Bio-Leinen, Hanf, Tencel oder recycelte Materialien kommen zum Einsatz. Werden tierische Rohstoffe wie Wolle verwendet, so sind diese umweltschonend verarbeitet und stammen aus kontrolliert biologischer Tierhaltung.

Welche Kleidung aber tatsächlich bio ist, bleibt oft reichlich unklar. Es gibt kein einheitliches Gütesiegel in der Branche und Bezeichnungen wie „bio“ oder „öko“ für Mode sind nicht geschützt. Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft  erkennt man an der Formulierung „kontrolliert biologischer Anbau“ (kbA) beziehungsweise „kontrolliert biologische Tierhaltung“ („kbT“). Dabei erfährt man allerdings noch nichts über die Verarbeitung der Rohstoffe.

Die vertrauenswürdigen Zertifizierungen des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN) und nach Global Organic Textile Standard (GOTS) nehmen daher die gesamte Produktionskette in den Blick und garantieren so faire, ökologische und giftfreie Kleidung.

Das GOTS-Zertifikat ist vergleichbar mit dem Bio-Siegel für Lebensmittel und gilt als Mindeststandard für Naturtextilien: die Kleidung muss aus mindestens 95 % Naturfasern bestehen (davon 70 % aus biologischem Anbau) und die meisten schädlichen Chemikalien sind verboten.

Hier haben wir euch einige Onlineshops mit organischer Baby- und Kinderkleidung aufgelistet:

Waschbaer
Greenstories
Mynunan
Avocadostore
Hess Natur
Finn and Emma

Organische Kleidung kann teurer sein, doch durch die schonende Herstellung und Verarbeitung ihrer Materialien hat sie oft eine höhere Lebensdauer. Tipp: Babys brauchen keine große Garderobe, da sie sowieso sehr schnell aus ihrer Kleidung heraus wachsen. Sieben bis zehn Outfits und noch ein paar extra Strampler und Mützen genügen zumeist und machen es einfacher dabei zu organischen Bio-Klamotten zu greifen.

Alles neu zu kaufen ist für junge Familien finanziell nicht immer möglich. Doch schadstofffreie Kleidungsstücke können einfach aus zweite Hand gekauft werden. Das ist nicht nur umweltfreundlich, da die Kleidung wieder verwendet wird, sondern normalerweise auch günstiger. In solchen Fällen lohnen sich Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein nicht nur für Natur und Kinds, sondern auch für den Geldbeutel.