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Unterwegs im Großstadtdschungel mit Baby

Juni, mitten in München: gleißende Hitze, kaum Schatten, stechender Durst bei Mutter und Kind – und ringsherum keine Stillgelegenheit. Seed hat nun im Shop in der Belgradstraße eine ruhige Stillecke eingerichtet für eben solche Situationen. Für alle, die sich fernab vom Seedshop befinden, bieten verschiedene Apps Orientierung: Wickelmöglichkeiten, Spielplätze, kinderfreundliche Restaurants – per Smartphone lassen sich die Orte finden, an denen Eltern mit ihren Kindern besonders gut aufgehoben sind.

Das Pendant zum oben geschilderten Stilldrama könnte lauten: Februar, mitten in Hamburg: Regen, Wind, ein Baby mit vollen Windeln – und kein Platz zum Wickeln in Sicht! Doch dieses Wickel-Drama ist nicht erfunden, sondern genauso ging es einem der Gründer von BabyPlaces, plaudert er auf der eigenen Homepage aus dem Nähkästchen. Die Idee zu der App kam also wie so oft durch ein Alltagsproblem. Für alle gestressten Eltern, die sich kaum noch mit Baby oder Kleinkind in eine unbekannte Stadt wagen, schaffen nun verschiedene Apps Abhilfe. Die App BabyPlaces bietet eine schnelle und strukturierte Übersicht über nützliche und empfehlenswerte Plätze für alle, die mit Babys und Kleinkindern unterwegs sind.

Google Maps für Eltern

Ganz gleich ob nun dringend eine ruhige Stillmöglichkeit, der nächste Kinderarzt, ein kinderfreundliches Restaurant oder ein nahgelegener Spielplatz gesucht wird, BabyPlaces schlägt den Nutzern verschiedene Arten von Plätzen vor. Diese werden geordnet durch kleine Icons anschaulich in der App angezeigt. BabyPlaces beinhaltet heute bereits über 160.000 Orte. Diese befinden sich bislang vor allem in Deutschland und Europa. Vereinzelt sind auch schon Plätze in den USA eingetragen. Ähnlich wie BabyPlaces funktioniert auch eine App des Babynahrungherstellers HiPP. Mit der HiPP Baby App kann man sich ebenfalls bequem orten lassen oder einfach selbst den Ortsnamen eingeben und sich dann baby- und kinderfreundliche Plätze in verschiedenen Kategorien anzeigen lassen. Durch einen weiteren Klick auf den Platz werden dem Nutzer alle Kontakt-Informationen zu der ausgewählten Adresse angezeigt. Die Kategorien der Apps sind dabei relativ ähnlich aufgebaut und auch sonst gibt es einige Gemeinsamkeiten.

Lieblingsplätze teilen Sowohl bei BabyPlaces, wie auch bei der HiPP Baby App können die Nutzer die Plätze kommentieren, bewerten oder gar die Eintragung neuer Plätze beantragen. Kommt man an einem kinderfreundlichen und empfehlenswerten Platz vorbei, den die Apps noch nicht vorschlagen, kann dessen Eintragung beantragt werden. Alle eingetragenen Plätze können dann sowohl kommentiert, wie auch bewertet werden. So entsteht ein Ranking der verschiedenen Orte und die Eltern können so schnell erkennen, welches die Lieblingsplätze anderer Eltern sind. Gleichzeitig tragen die Nutzer der Apps dazu bei, dass diese immer lebendig und aktuell bleibt.

Es lebe die Schwarmintelligenz!

Diese Aktualität ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Reiseführern. Denn nichts ist ärgerlicher, als einen bestimmten Ort anzusteuern, nur um dann zu bemerken, dass dieser längst geschlossen wurde. Meist ist dies genau der Moment, in dem das Baby zu schreien beginnt, man selbst Hunger hat und es zu regnen beginnt. Lustiger Städtetrip? Nur noch bedingt. Sowohl BabyPlaces als auch die HiPP Baby App gibt es für Android und iOS Endgeräte. BabyPlaces bietet zudem noch eine Webversion der App an. Die Apps sowie die Webversion werden kostenlos angeboten und beides optimiert sich ständig durch ihre Nutzer, die Plätze bewerten und neue Orte eintragen lassen. Schöne Sache – mit einem einzigen Haken: Bislang fehlte der Seed-Store in München. Wir freuen uns sehr, dass wir helfen konnten.